Botanischer Überblick
Epipremnum aureum im Überblick
Epipremnum aureum, die Efeutute, ist eine besonders pflegeleichte und schnell wachsende Zimmerpflanze mit dekorativen herzförmigen Blättern. Je nach Sorte zeigt das Laub grüne, gelbe, cremeweiße oder panaschierte Zeichnungen. Die langen Triebe können sowohl hängend als auch kletternd kultiviert werden. Herkunft: Moorea in Französisch-Polynesien. Wuchs: Kletternd, rankend oder überhängend.. Die Efeutute bildet an ihren Trieben Luftwurzeln und kann mit einer Rankhilfe oder einem Moosstab nach oben wachsen. Bei guten Bedingungen und geeigneter Kletterhilfe werden die Blätter mit zunehmendem Alter deutlich größer und können sich bei ausgewachsenen Pflanzen zunehmend teilen.
Standort und Licht
Hell bis halbschattig mit indirektem Licht. Grüne Sorten vertragen auch dunklere Standorte, panaschierte Sorten benötigen mehr Licht, damit ihre Blattzeichnung erhalten bleibt. Direkte Mittagssonne vermeiden. Hell bis halbschattig
Gießen
Mäßig gießen und die obere Erdschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen. Kurzzeitige Trockenheit wird besser vertragen als dauerhafte Staunässe.
Erde und Umtopfen
Lockere, humusreiche und gut durchlässige Grünpflanzenerde. Junge, kräftig wachsende Pflanzen bei Bedarf jährlich, ältere Exemplare etwa alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr umtopfen.
Düngen
Von März bis September etwa alle zwei bis vier Wochen mit Grünpflanzendünger versorgen. Im Winter deutlich weniger düngen.
Schnitt und Rankhilfe
Zu lange oder kahle Triebe können jederzeit zurückgeschnitten werden. Ein Rückschnitt fördert die Verzweigung und einen dichteren Wuchs.
Temperatur und Winter
18–28 °C, möglichst nicht dauerhaft unter 15 °C Ganzjährig warm kultivieren. Im Winter etwas weniger gießen und vor kalter Zugluft schützen.
Probleme erkennen
Typische Pflegeprobleme
Gelbe Blätter
Ursache: Häufig zu viel Wasser oder Staunässe.
Lösung: Weniger gießen, überschüssiges Wasser entfernen und das Substrat zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen.
Braune Blattspitzen
Ursache: Trockene Raumluft, Ballentrockenheit oder unregelmäßige Wasserversorgung.
Lösung: Gleichmäßiger gießen und bei sehr trockener Raumluft die Luftfeuchtigkeit erhöhen.
Verlust der Panaschierung
Ursache: Zu wenig Licht.
Lösung: Panaschierte Sorten an einen helleren Standort mit viel indirektem Licht stellen.
Lange Triebe mit großen Blattabständen
Ursache: Lichtmangel.
Lösung: Pflanze heller stellen und lange, kahle Triebe bei Bedarf zurückschneiden.
Spinnmilben
Ursache: Warme und sehr trockene Raumluft.
Lösung: Luftfeuchtigkeit erhöhen, Pflanze regelmäßig kontrollieren und bei Befall frühzeitig behandeln.
Wurzelfäule
Ursache: Dauerhafte Staunässe.
Lösung: Geschädigte Wurzeln entfernen, in frisches durchlässiges Substrat umtopfen und die Wassergaben reduzieren.
Häufige Fragen
FAQ
Ist Epipremnum aureum pflegeleicht?
Ja. Die Efeutute gehört zu den pflegeleichtesten Zimmerpflanzen und verzeiht auch gelegentliche Pflegefehler.
Kann die Efeutute an einem dunklen Standort stehen?
Grünlaubige Pflanzen kommen auch mit weniger Licht zurecht, wachsen dort jedoch langsamer. Panaschierte Sorten benötigen einen helleren Standort, damit ihre Blattzeichnung erhalten bleibt.
Ist Epipremnum aureum giftig?
Ja. Die Pflanze enthält Calciumoxalat-Kristalle. Beim Verzehr können Reizungen im Mund- und Rachenraum sowie Magen-Darm-Beschwerden auftreten.
Ist die Efeutute für Haustiere geeignet?
Nein. Epipremnum aureum kann insbesondere für Katzen und Hunde nach dem Anknabbern gesundheitliche Beschwerden verursachen und sollte außerhalb ihrer Reichweite stehen.
Kann die Efeutute als Hängepflanze wachsen?
Ja. Die langen Triebe eignen sich hervorragend für Ampeln oder erhöhte Pflanzgefäße. Alternativ kann die Pflanze an einem Moosstab oder einer anderen Rankhilfe nach oben geleitet werden.
Wie lässt sich Epipremnum aureum vermehren?
Sehr einfach durch Stecklinge. Jeder Steckling benötigt mindestens einen Blattknoten, aus dem sich neue Wurzeln und Triebe entwickeln können.
Vermehrung
Epipremnum aureum vermehren
Sehr einfach durch Kopf- oder Triebstecklinge mit mindestens einem Blattknoten. Die Bewurzelung ist sowohl in Wasser als auch direkt in Substrat möglich.
Persönliche Beratung
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