Euphorbia pulcherrima – Weihnachtsstern mit kräftig grünen Blättern und dekorativen farbigen Hochblättern

Pflanzen-Wiki · Blühpflanzen

Euphorbia pulcherrima Weihnachtsstern

Euphorbia pulcherrima, der Weihnachtsstern, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen der Advents- und Weihnachtszeit. Besonders auffällig sind seine farbigen Hochblätter, die häufig fälschlicherweise für Blüten gehalten werden. Neben dem klassischen kräftigen Rot gibt es zahlreiche Sorten mit weißen, cremefarbenen, rosa, lachsfarbenen, gelblichen oder mehrfarbigen Hochblättern. Bei richtiger Pflege kann der Weihnachtsstern über die Weihnachtszeit hinaus als mehrjährige Zimmerpflanze kultiviert werden.

Blühpflanzen Saisonpflanzen Weihnachtspflanzen Zimmerpflanzen dekorative Hochblätter immergrün Kurztagpflanze nicht winterhart wärmeliebend
Pflegehinweise ansehen

Kurzüberblick

Standort Hell bis sehr hell, warm und ohne kalte Zugluft. Ein Platz nahe einem h... Hell
Wasserbedarf Gering Mäßig gießen, sobald die obere Substratschicht leicht abgetrocknet ist...
Pflegeaufwand Gering Die auffälligen farbigen Pflanzenteile sind keine Blüten, sondern sogen...
Temperatur Nicht winterhart

Sicherheitsangaben

Winterhart
Nein
Giftig
Ja
Haustierfreundlich
Nein

„Unbekannt“ bestätigt keine Unbedenklichkeit oder Winterhärte.

Euphorbia pulcherrima im Überblick

Euphorbia pulcherrima, der Weihnachtsstern, gehört zu den beliebtesten Zimmerpflanzen der Advents- und Weihnachtszeit. Besonders auffällig sind seine farbigen Hochblätter, die häufig fälschlicherweise für Blüten gehalten werden. Neben dem klassischen kräftigen Rot gibt es zahlreiche Sorten mit weißen, cremefarbenen, rosa, lachsfarbenen, gelblichen oder mehrfarbigen Hochblättern. Bei richtiger Pflege kann der Weihnachtsstern über die Weihnachtszeit hinaus als mehrjährige Zimmerpflanze kultiviert werden. Herkunft: Mexiko und Mittelamerika. Wuchs: Aufrecht, buschig und mit zunehmendem Alter verholzend. Im Handel meist durch gärtnerische Kulturmaßnahmen kompakt gehalten.. Die auffälligen farbigen Pflanzenteile sind keine Blüten, sondern sogenannte Hochblätter. Die eigentlichen Blüten sind klein und unscheinbar und befinden sich in der Mitte der farbigen Hochblätter. Der Weihnachtsstern ist eine Kurztagpflanze und bildet seine farbigen Hochblätter bei ausreichend langen, ungestörten Dunkelphasen. Besonders empfindlich reagiert er auf Kälte, Zugluft und Staunässe. Als Wolfsmilchgewächs enthält er einen milchigen Pflanzensaft, der Haut und Schleimhäute reizen kann.

Standort und Licht

Hell bis sehr hell, warm und ohne kalte Zugluft. Ein Platz nahe einem hellen Fenster ist ideal. Während der Wintermonate wird auch direkte Sonne meist gut vertragen. Direkte Hitze durch Heizkörper sowie kalte Fensterbänke vermeiden. Hell

Gießen

Mäßig gießen, sobald die obere Substratschicht leicht abgetrocknet ist. Der Wurzelballen sollte weder dauerhaft nass stehen noch vollständig austrocknen. Überschüssiges Wasser nach dem Gießen aus Übertopf oder Untersetzer entfernen. Möglichst zimmerwarmes Wasser verwenden.

Erde und Umtopfen

Lockere, humose und gut durchlässige Zimmerpflanzen- oder hochwertige Blumenerde. Eine gute Drainage ist wichtig, da die Wurzeln empfindlich auf Staunässe reagieren. Bei mehrjähriger Kultur im Frühjahr nach der Blüte und bei Bedarf nach einem Rückschnitt in frisches, gut durchlässiges Substrat umtopfen. Einen nur geringfügig größeren Topf verwenden.

Düngen

Während der Hauptwachstumszeit von Frühjahr bis Spätsommer etwa alle zwei bis vier Wochen mit einem ausgewogenen Grünpflanzen- oder Blühpflanzendünger versorgen. Während der winterlichen Verkaufs- und Blühphase ist bei frisch gekauften Pflanzen normalerweise keine zusätzliche Düngung erforderlich.

Schnitt und Rankhilfe

Bei mehrjähriger Kultur im Frühjahr nach der Hauptblüte zurückschneiden, um einen kompakten, verzweigten Wuchs zu fördern. Lange Triebe können auf etwa 10–20 cm eingekürzt werden. Beim Schneiden Handschuhe tragen, da der austretende Milchsaft reizend wirken kann.

Temperatur und Winter

Ideal etwa 18–22 °C. Möglichst nicht unter 15 °C; bereits kurze Kälteeinwirkung kann zu Schäden und Blattfall führen. Ganzjährig frostfrei als Zimmerpflanze kultivieren. Während der Advents- und Weihnachtszeit hell und warm aufstellen. Soll die Pflanze im nächsten Winter erneut farbige Hochblätter entwickeln, benötigt sie im Herbst über mehrere Wochen täglich ungefähr 14 Stunden ununterbrochene Dunkelheit.

Typische Pflegeprobleme

Plötzlicher Blattfall

Ursache: Kälte, Zugluft oder starke Temperaturschwankungen, beispielsweise während des Transports oder an einer häufig geöffneten Außentür.

Lösung: Pflanze an einen dauerhaft warmen, hellen und zugluftfreien Standort stellen. Beim Transport in der kalten Jahreszeit gut schützen.

Gelbe Blätter

Ursache: Häufig zu viel Wasser oder Staunässe. Auch Lichtmangel und natürliche Alterung können eine Rolle spielen.

Lösung: Substratfeuchtigkeit kontrollieren, Wassergaben anpassen und überschüssiges Wasser konsequent entfernen.

Welke Blätter trotz feuchter Erde

Ursache: Durch Staunässe geschädigte oder faulende Wurzeln können nicht mehr ausreichend Wasser aufnehmen.

Lösung: Pflanze vorsichtig austopfen und die Wurzeln kontrollieren. Bei Bedarf geschädigte Wurzeln entfernen und in frisches, gut durchlässiges Substrat setzen.

Trockene, eingerollte Blätter

Ursache: Zu trockener Wurzelballen, warme Heizungsluft oder starke Verdunstung.

Lösung: Wurzelballen kontrollieren und bei Bedarf mit zimmerwarmem Wasser gründlich wässern. Danach überschüssiges Wasser ablaufen lassen.

Grüne Hochblätter statt roter Färbung

Ursache: Zu lange Beleuchtungszeiten beziehungsweise Störungen der notwendigen Dunkelphase im Herbst.

Lösung: Für eine erneute Ausfärbung im Herbst täglich ungefähr 14 Stunden ununterbrochene Dunkelheit über mehrere Wochen sicherstellen.

Braune Blattränder

Ursache: Trockenstress, ungünstige Temperaturen oder Salzbelastung im Substrat.

Lösung: Wasserversorgung und Standortbedingungen überprüfen. Übermäßige Düngung vermeiden und die Pflanze vor kalter Zugluft schützen.

Weiße Fliegen

Ursache: Weiße Fliegen können sich besonders auf den Blattunterseiten ansiedeln und Pflanzensaft saugen.

Lösung: Blattunterseiten regelmäßig kontrollieren, befallene Pflanzen isolieren und bei Bedarf geeignete biologische Bekämpfungsmaßnahmen einsetzen.

Wollläuse

Ursache: Wollläuse können sich an Blattansätzen, Trieben und anderen geschützten Pflanzenteilen ansiedeln.

Lösung: Pflanzen regelmäßig kontrollieren, einen Befall frühzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.

Grauschimmel an Blättern und Hochblättern

Ursache: Hohe Feuchtigkeit, schlechte Luftzirkulation und dauerhaft nasse Pflanzenteile können einen Befall mit Botrytis begünstigen.

Lösung: Für ausreichende Luftzirkulation sorgen, Pflanzen nicht zu dicht stellen und befallene Pflanzenteile entfernen. Blätter und Hochblätter beim Gießen möglichst trocken halten.

FAQ

Wie oft muss ein Weihnachtsstern gegossen werden?

Ein Weihnachtsstern sollte mäßig gegossen werden, sobald die obere Erdschicht leicht abgetrocknet ist. Die Erde darf nicht dauerhaft nass sein. Besonders wichtig ist, überschüssiges Wasser aus dem Übertopf oder Untersetzer zu entfernen.

Warum verliert mein Weihnachtsstern seine Blätter?

Häufige Ursachen sind Kälte, Zugluft, Staunässe, Wassermangel oder starke Temperaturschwankungen. Besonders empfindlich reagieren Weihnachtssterne auf kalte Luft während des Transports und auf kalte Fensterbänke.

Welcher Standort ist für einen Weihnachtsstern ideal?

Ein heller, warmer Standort mit Temperaturen von etwa 18 bis 22 °C ist ideal. Kalte Zugluft, dauerhaft niedrige Temperaturen und unmittelbare Heizkörpernähe sollten vermieden werden.

Ist der Weihnachtsstern giftig?

Ja. Der Weihnachtsstern enthält einen milchigen Pflanzensaft, der Haut, Augen und Schleimhäute reizen kann. Beim Verschlucken können Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Schwere Vergiftungen sind bei üblichen versehentlichen Aufnahmen allerdings selten.

Ist ein Weihnachtsstern für Katzen und Hunde giftig?

Ja. Weihnachtssterne können bei Katzen und Hunden nach dem Anknabbern Reizungen im Maul, Speicheln, Erbrechen oder Durchfall auslösen. Die Pflanze sollte deshalb außerhalb ihrer Reichweite stehen.

Kann ein Weihnachtsstern mehrere Jahre leben?

Ja. Euphorbia pulcherrima ist botanisch eine mehrjährige Pflanze. Bei geeigneter Pflege kann sie über viele Jahre als Zimmerpflanze wachsen. Die erneute Ausbildung farbiger Hochblätter erfordert allerdings eine gezielte Kurztagbehandlung.

Wie bekommt mein Weihnachtsstern wieder rote Blätter?

Damit der Weihnachtsstern erneut farbige Hochblätter bildet, benötigt er im Herbst über etwa acht bis zehn Wochen täglich ungefähr 14 Stunden vollständige Dunkelheit. Auch künstliches Licht während der Dunkelphase kann die Blütenbildung stören. Tagsüber benötigt die Pflanze weiterhin ausreichend Licht.

Sind die roten Blätter des Weihnachtssterns die Blüten?

Nein. Die roten beziehungsweise andersfarbigen Pflanzenteile sind Hochblätter. Die eigentlichen Blüten befinden sich als kleine gelblich-grünliche Strukturen in ihrer Mitte.

Warum sollte man einen Weihnachtsstern beim Kauf vor Kälte schützen?

Weihnachtssterne stammen aus warmen Regionen und reagieren empfindlich auf niedrige Temperaturen. Schon ein kurzer Transport bei winterlicher Kälte kann Schäden verursachen, die sich später durch Blattfall zeigen. Deshalb sollten die Pflanzen für den Heimweg gut und möglichst wärmeisolierend verpackt werden.

Euphorbia pulcherrima vermehren

Durch Kopfstecklinge im Frühjahr oder Sommer. Die Bewurzelung gelingt bei Wärme und gleichmäßiger Substratfeuchtigkeit. Wegen des reizenden Milchsaftes beim Schneiden Handschuhe tragen.

Fragen zur Pflanze?

Wir beraten Sie gerne persönlich zu Standort, Pflege, Umtopfen und Pflanzenschutz.

Blumencenter Frielingen
Mühlenweg 30
30826 Garbsen
Telefon: 05131 / 2352

Zuletzt geprüft:

Herausgeber: Blumencenter Frielingen