Sicherheitsangaben
- Winterhart
- Nein
- Giftig
- Ja
- Haustierfreundlich
- Nein
„Unbekannt“ bestätigt keine Unbedenklichkeit oder Winterhärte.
Botanischer Überblick
Aloe im Überblick
Aloe ist eine artenreiche Gattung sukkulenter Pflanzen mit fleischigen, wasserspeichernden Blättern. Je nach Art wachsen die Blätter in kompakten Rosetten oder an kurzen bis längeren Stämmen und können grün, graugrün, gefleckt oder rötlich gefärbt sein. Aloen sind aufgrund ihrer außergewöhnlichen Formen, ihrer Trockenheitsverträglichkeit und ihres geringen Pflegeaufwands beliebte Zimmer- und Kübelpflanzen. Herkunft: Vor allem Afrika, Madagaskar und die Arabische Halbinsel. Wuchs: Sukkulent, meist rosettenbildend; je nach Art kompakt, stammlos oder mit zunehmendem Alter stammförmig.. Aloen speichern große Mengen Wasser in ihren fleischigen Blättern und können deshalb längere Trockenperioden überstehen. Die Gattung umfasst zahlreiche sehr unterschiedliche Arten. Besonders bekannt ist Aloe vera, daneben werden viele kompakte und dekorativ gezeichnete Arten und Hybriden als Zimmerpflanzen angeboten.
Standort und Licht
Sehr hell bis vollsonnig. Ein Platz direkt am Fenster ist ideal. Pflanzen nach dunkler Überwinterung oder nach dem Kauf langsam an intensive direkte Sonne gewöhnen, um Blattverbrennungen zu vermeiden. Im Sommer können viele Arten an einem warmen und regengeschützten Platz im Freien stehen. Sehr hell bis sonnig
Gießen
Durchdringend, aber selten gießen. Das Substrat anschließend deutlich bis vollständig abtrocknen lassen, bevor erneut gegossen wird. Im Winter noch sparsamer gießen. Wasser möglichst nicht dauerhaft in der Blattrosette stehen lassen und Staunässe unbedingt vermeiden.
Erde und Umtopfen
Sehr lockeres, mineralisches und gut durchlässiges Sukkulenten- oder Kakteensubstrat. Mineralische Bestandteile wie Bims, Lava, Perlite oder grober Sand verbessern den Wasserabzug. Etwa alle zwei bis drei Jahre oder wenn die Pflanze den Topf deutlich ausfüllt. Am besten im Frühjahr in einen nur geringfügig größeren Topf mit sehr durchlässigem Sukkulentensubstrat umtopfen.
Düngen
Während der Wachstumszeit von Frühjahr bis Spätsommer sparsam düngen. Etwa alle vier bis sechs Wochen schwach dosierten Kakteen- oder Sukkulentendünger verwenden. Im Winter normalerweise nicht düngen.
Schnitt und Rankhilfe
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Vertrocknete oder beschädigte äußere Blätter können vorsichtig an der Basis entfernt werden. Verblühte Blütenstiele nach der Blüte abschneiden.
Temperatur und Winter
Während der Wachstumszeit ideal etwa 18–28 °C. Die meisten als Zimmerpflanzen angebotenen Arten frostfrei halten. Hell und frostfrei überwintern. Bei kühlerer Überwinterung Wassergaben stark reduzieren. Die meisten als Zimmerpflanzen angebotenen Aloe-Arten sind in Deutschland nicht für eine dauerhafte Überwinterung im Freien geeignet.
Probleme erkennen
Typische Pflegeprobleme
Weiche oder matschige Blätter
Ursache: Zu häufiges Gießen, Staunässe und daraus entstehende Wurzel- oder Stammfäule.
Lösung: Wassergaben sofort reduzieren. Bei Fäulnis Pflanze austopfen, geschädigte Wurzeln beziehungsweise Pflanzenteile entfernen und in trockenes, sehr durchlässiges Substrat setzen.
Dünne oder schrumpelige Blätter
Ursache: Die gespeicherten Wasserreserven sind stark reduziert. Ursache kann längere Trockenheit sein, aber auch ein geschädigtes Wurzelsystem, das kein Wasser mehr aufnehmen kann.
Lösung: Substrat und Wurzeln kontrollieren. Bei gesunden Wurzeln gründlich gießen und überschüssiges Wasser vollständig ablaufen lassen.
Braune Flecken nach Standortwechsel
Ursache: Eine nicht an intensive Sonne gewöhnte Pflanze kann Sonnenbrand entwickeln.
Lösung: Aloe schrittweise über mehrere Tage beziehungsweise Wochen an stärkere direkte Sonneneinstrahlung gewöhnen.
Blasse oder langgezogene Blätter
Ursache: Zu wenig Licht führt zu schwachem, gestrecktem Wachstum.
Lösung: Pflanze schrittweise an einen deutlich helleren Standort stellen.
Fäulnis an der Pflanzenbasis
Ursache: Dauerhaft feuchtes Substrat, stehendes Wasser oder niedrige Temperaturen in Kombination mit hoher Feuchtigkeit.
Lösung: Geschädigte Bereiche entfernen, Pflanze trockener halten und für ein sehr gut durchlässiges Substrat sorgen.
Wollläuse
Ursache: Wollläuse können sich zwischen dicht stehenden Blättern und an geschützten Blattansätzen ansiedeln.
Lösung: Pflanze regelmäßig kontrollieren, befallene Exemplare isolieren und einen Befall frühzeitig behandeln.
Keine Blüte
Ursache: Junge Pflanzen, zu wenig Licht oder dauerhaft gleichmäßig warme Kultur können eine Blüte verhindern.
Lösung: Für einen sehr hellen Standort sorgen und der Pflanze ausreichend Zeit zur Entwicklung geben. Nicht alle Arten und Hybriden blühen unter Zimmerbedingungen regelmäßig.
Häufige Fragen
FAQ
Wie oft muss eine Aloe gegossen werden?
Aloen sollten eher selten, dafür durchdringend gegossen werden. Anschließend lässt man das Substrat deutlich bis vollständig abtrocknen. Ein fester Gießrhythmus ist weniger sinnvoll als die Kontrolle der Erde.
Wie viel Sonne benötigt eine Aloe?
Die meisten Aloen bevorzugen einen sehr hellen bis sonnigen Standort. Pflanzen, die längere Zeit dunkel standen, sollten langsam an intensive direkte Sonne gewöhnt werden, da sonst Blattverbrennungen entstehen können.
Warum werden die Blätter meiner Aloe weich?
Weiche Blätter können sowohl durch starken Wassermangel als auch durch zu viel Wasser und geschädigte Wurzeln entstehen. Ist die Erde dauerhaft nass und die Blattbasis weich oder matschig, deutet dies eher auf Fäulnis hin. Bei sehr trockener Erde und dünner werdenden Blättern kann dagegen Wassermangel vorliegen.
Kann eine Aloe im Sommer draußen stehen?
Ja. Viele Aloe-Arten profitieren im Sommer von einem hellen, warmen und möglichst regengeschützten Platz im Freien. Die Pflanze sollte langsam an direkte Sonne gewöhnt und rechtzeitig vor niedrigen Herbsttemperaturen wieder eingeräumt werden.
Ist Aloe winterhart?
Die meisten als Zimmerpflanzen angebotenen Aloe-Arten sind nicht frosthart und sollten in Deutschland frostfrei überwintert werden. Innerhalb der großen Gattung gibt es jedoch Unterschiede in der Kältetoleranz.
Welche Erde eignet sich für Aloe?
Ideal ist ein sehr lockeres und gut durchlässiges Kakteen- oder Sukkulentensubstrat mit einem hohen mineralischen Anteil. Entscheidend ist, dass überschüssiges Wasser schnell ablaufen kann.
Ist Aloe giftig?
Bei der großen Gattung Aloe unterscheiden sich Inhaltsstoffe und Verträglichkeit zwischen den Arten und Pflanzenteilen. Für einen allgemeinen Aloe-Eintrag sollte deshalb kein Verzehr empfohlen werden. Auch Haustiere sollten die Pflanzen nicht anknabbern.
Ist jede Aloe eine Aloe vera?
Nein. Aloe ist eine große Pflanzengattung mit zahlreichen Arten. Aloe vera ist lediglich eine besonders bekannte Art innerhalb dieser Gattung. Viele im Handel angebotene Zier-Aloen gehören zu anderen Arten oder sind Hybriden.
Vermehrung
Aloe vermehren
Je nach Art durch Seitentriebe beziehungsweise Kindel, Teilung oder Aussaat. Kindel können abgetrennt werden, sobald sie ausreichend eigene Wurzeln entwickelt haben.
Persönliche Beratung
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Blumencenter FrielingenMühlenweg 30
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