Botanischer Überblick
Kalanchoe pinnata im Überblick
Kalanchoe pinnata, das Brutblatt, ist eine robuste sukkulente Pflanze mit fleischigen, glänzend grünen Blättern. Besonders faszinierend ist ihre Fähigkeit, an den Blatträndern kleine Tochterpflanzen zu bilden. Diese können sich ablösen, bewurzeln und zu neuen Pflanzen heranwachsen. Dadurch lässt sich das Brutblatt besonders einfach vermehren. Herkunft: Madagaskar, heute in vielen tropischen und subtropischen Regionen verbreitet. Wuchs: Aufrecht, sukkulent und zunehmend verzweigt.. Kalanchoe pinnata gehört zu den sogenannten Brutblättern. An den Blatträndern können sich kleine Jungpflanzen mit eigenen Wurzeln entwickeln. Diese ungewöhnliche Form der vegetativen Vermehrung macht die Pflanze besonders interessant. Die Art ist außerdem unter dem älteren botanischen Namen Bryophyllum pinnatum bekannt.
Standort und Licht
Sehr hell bis sonnig. Viel Licht sorgt für einen kräftigen und kompakten Wuchs. Direkte Sonne wird gut vertragen, Pflanzen aus einem dunkleren Winterquartier sollten jedoch langsam daran gewöhnt werden. Sehr hell bis sonnig
Gießen
Sparsam und durchdringend gießen. Das Substrat zwischen den Wassergaben deutlich antrocknen lassen. Im Winter die Wassergaben reduzieren. Überschüssiges Wasser aus Übertopf oder Untersetzer entfernen.
Erde und Umtopfen
Lockere und sehr gut durchlässige Kakteen- oder Sukkulentenerde mit mineralischen Bestandteilen. Staunässe unbedingt vermeiden. Bei starker Durchwurzelung im Frühjahr in ein etwas größeres Gefäß mit frischem, gut durchlässigem Sukkulentensubstrat umtopfen.
Düngen
Von Frühjahr bis Spätsommer etwa alle vier bis sechs Wochen schwach mit Kakteen- oder Sukkulentendünger versorgen. Im Winter kaum oder nicht düngen.
Schnitt und Rankhilfe
Zu groß oder lang gewordene Triebe können problemlos zurückgeschnitten werden. Ein Rückschnitt fördert die Verzweigung und einen kompakteren Wuchs.
Temperatur und Winter
Ideal etwa 18–25 °C, möglichst nicht unter 10 °C Hell und frostfrei überwintern. Ein etwas kühlerer Standort bei etwa 10–15 °C ist möglich. Während dieser Zeit deutlich sparsamer gießen und nicht düngen.
Probleme erkennen
Typische Pflegeprobleme
Weiche oder matschige Blätter
Ursache: Zu viel Wasser oder beginnende Wurzel- beziehungsweise Stammfäule.
Lösung: Wassergaben reduzieren, Substrat gut abtrocknen lassen und bei Bedarf geschädigte Wurzeln oder Triebe entfernen.
Langgezogener Wuchs
Ursache: Zu wenig Licht.
Lösung: Pflanze deutlich heller stellen und bei Bedarf lange Triebe zurückschneiden.
Gelbe Blätter
Ursache: Häufig dauerhaft zu feuchtes Substrat oder Staunässe.
Lösung: Wassergaben reduzieren und für einen guten Wasserabzug sorgen.
Braune oder trockene Blattränder
Ursache: Starke Trockenheit, Sonnenbrand nach plötzlicher Standortänderung oder natürliche Alterung älterer Blätter.
Lösung: Wasserversorgung kontrollieren und Pflanzen nach einem dunkleren Standort langsam an intensive Sonne gewöhnen.
Wurzelfäule
Ursache: Dauerhaft nasses Substrat und Staunässe.
Lösung: Geschädigte Wurzeln entfernen, in frisches und sehr gut durchlässiges Sukkulentensubstrat umtopfen und zukünftig sparsamer gießen.
Wollläuse
Ursache: Wollläuse können sich an Blattachseln und anderen geschützten Pflanzenteilen ansiedeln.
Lösung: Pflanze regelmäßig kontrollieren, bei Befall isolieren und frühzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen.
Häufige Fragen
FAQ
Warum heißt Kalanchoe pinnata Brutblatt?
Die Pflanze kann an ihren Blatträndern kleine Tochterpflanzen bilden. Diese entwickeln bereits kleine Wurzeln, lösen sich später von der Mutterpflanze und können anschließend selbstständig weiterwachsen.
Ist Kalanchoe pinnata pflegeleicht?
Ja. Das Brutblatt ist ausgesprochen robust und speichert Wasser in seinen fleischigen Blättern. Wichtig sind vor allem ein heller Standort und eine sparsame Wasserversorgung.
Wie oft muss Kalanchoe pinnata gegossen werden?
Nur mäßig bis sparsam. Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben deutlich antrocknen. Dauerhaft feuchte Erde und Staunässe sollten unbedingt vermieden werden.
Ist Kalanchoe pinnata winterhart?
Nein. Das Brutblatt verträgt keinen Frost und muss in Mitteleuropa als Zimmer- oder Kübelpflanze frostfrei überwintert werden.
Wie lässt sich Kalanchoe pinnata vermehren?
Besonders einfach über die kleinen Tochterpflanzen an den Blatträndern. Sie können abgenommen und auf durchlässiges Substrat gesetzt werden. Auch eine Vermehrung durch Stecklinge ist möglich.
Ist Kalanchoe pinnata giftig?
Ja. Kalanchoe-Arten können herzwirksame Bufadienolide enthalten. Pflanzenteile sollten nicht verzehrt werden und die Pflanze sollte insbesondere außerhalb der Reichweite von Haustieren stehen.
Kann Kalanchoe pinnata im Sommer draußen stehen?
Ja. Im Sommer kann das Brutblatt an einem warmen und sonnigen Platz auf Balkon oder Terrasse stehen. Nach der Überwinterung sollte die Pflanze schrittweise an intensive direkte Sonne gewöhnt werden.
Vermehrung
Kalanchoe pinnata vermehren
Sehr einfach durch die an den Blatträndern entstehenden Tochterpflanzen, außerdem durch Kopf- und Triebstecklinge. Abgelöste Jungpflanzen können direkt auf leicht feuchtes, durchlässiges Substrat gesetzt werden.
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