Sicherheitsangaben
- Winterhart
- Nein
- Giftig
- Ja
- Haustierfreundlich
- Nein
„Unbekannt“ bestätigt keine Unbedenklichkeit oder Winterhärte.
Botanischer Überblick
Strelitzia reginae im Überblick
Strelitzia reginae, die Königs-Strelitzie, ist eine außergewöhnliche exotische Pflanze mit großen, ledrigen, graugrünen Blättern und spektakulären orange-blauen Blüten. Ihre auffälligen Blüten erinnern an den Kopf eines tropischen Paradiesvogels und machen sie zu einer der bekanntesten exotischen Blühpflanzen. Die Königs-Strelitzie eignet sich hervorragend als Zimmer- und Kübelpflanze und kann während der warmen Sommermonate auch im Freien stehen. Herkunft: Südafrika. Wuchs: Aufrecht, horstbildend, mit kräftigen, lang gestielten Blättern und unterirdischen Rhizomen.. Die charakteristischen Blüten bestehen aus leuchtend orangefarbenen Kelchblättern und intensiv blauen Kronblättern, die aus einem waagerechten, schnabelförmigen Hochblatt hervortreten. Die Pflanze bildet kräftige unterirdische Rhizome und wächst mit zunehmendem Alter zu großen Horsten heran. Bis zur ersten Blüte können mehrere Jahre vergehen. Im Gegensatz zur verwandten Strelitzia nicolai bleibt Strelitzia reginae deutlich kompakter und entwickelt die charakteristischen orange-blauen Paradiesvogelblüten.
Standort und Licht
Sehr hell bis vollsonnig. Ein sonniger Platz am Süd- oder Westfenster ist gut geeignet. Im Sommer kann die Pflanze nach langsamer Gewöhnung an die direkte Sonne auf Terrasse oder Balkon stehen. Ein windgeschützter Standort verhindert Schäden an den großen Blättern. Sehr hell bis sonnig
Gießen
Während der Wachstumszeit regelmäßig und durchdringend gießen. Die obere Substratschicht zwischen den Wassergaben leicht antrocknen lassen. Staunässe unbedingt vermeiden. Im Winter bei kühleren Temperaturen deutlich sparsamer gießen.
Erde und Umtopfen
Nährstoffreiches, humoses, strukturstabiles und gut durchlässiges Kübelpflanzensubstrat. Mineralische Bestandteile wie Bims, Lava oder Perlite verbessern die Durchlüftung und den Wasserabzug. Junge Pflanzen bei Bedarf etwa alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr umtopfen. Ältere Pflanzen nur bei starker Durchwurzelung umsetzen. Ein hoher, stabiler Kübel ist vorteilhaft. Die kräftigen, fleischigen Wurzeln möglichst nicht beschädigen. Ein etwas engerer Wurzelraum wird vertragen, starke Durchwurzelung sollte aber nicht dauerhaft zu Nährstoff- oder Wassermangel führen.
Düngen
Von Frühjahr bis Spätsommer etwa alle zwei Wochen mit einem ausgewogenen Kübelpflanzen- oder Blühpflanzendünger versorgen. Alternativ kann ein geeigneter Langzeitdünger verwendet werden. Während einer kühlen Winterruhe nicht düngen.
Schnitt und Rankhilfe
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Alte, gelbe oder beschädigte Blätter möglichst tief an der Basis entfernen. Verblühte Blütenstiele nach der Blüte abschneiden.
Temperatur und Winter
Während der Wachstumszeit ideal etwa 18–28 °C. Im Winter ist eine helle, kühlere Überwinterung bei etwa 10–15 °C günstig. Frost unbedingt vermeiden. Hell, frostfrei und möglichst etwas kühler bei etwa 10–15 °C überwintern. Während der Winterruhe nur mäßig gießen und nicht düngen. Eine ganzjährig warme Zimmerkultur ist möglich, kann bei Lichtmangel jedoch die Blütenbildung beeinträchtigen. Kübelpflanzen vor den ersten Frösten ins Haus holen.
Probleme erkennen
Typische Pflegeprobleme
Keine Blüten
Ursache: Zu wenig Sonnenlicht, eine noch nicht blühfähige Pflanze oder ungeeignete Kultur- und Überwinterungsbedingungen.
Lösung: Einen möglichst vollsonnigen Standort wählen und die Pflanze bei Bedarf hell und etwas kühler überwintern. Bei jungen Pflanzen Geduld haben.
Braune Blattspitzen
Ursache: Trockene Raumluft, ungleichmäßige Wasserversorgung, Salzansammlungen im Substrat oder natürliche Alterung.
Lösung: Wasserversorgung überprüfen, Staunässe vermeiden und bei sehr trockener Raumluft die Luftfeuchtigkeit etwas erhöhen.
Eingerissene Blätter
Ursache: Die großen Blätter können durch Wind, mechanische Belastung oder während des Entfaltens einreißen.
Lösung: Pflanze möglichst windgeschützt aufstellen und beim Transport sowie beim Umgang mit jungen Blättern vorsichtig sein. Eingerissene Blätter sind häufig ein rein optisches Problem.
Gelbe Blätter
Ursache: Zu viel Wasser, Staunässe, Nährstoffmangel oder natürliche Alterung älterer Blätter.
Lösung: Substratfeuchtigkeit kontrollieren, für guten Wasserabzug sorgen und während der Wachstumszeit bedarfsgerecht düngen.
Eingerollte Blätter
Ursache: Trockenstress, starke Hitze, ungünstige Luftfeuchtigkeit oder geschädigte Wurzeln.
Lösung: Wurzelballen und Standortbedingungen überprüfen. Bei Trockenheit durchdringend gießen und überschüssiges Wasser anschließend entfernen.
Wurzelfäule
Ursache: Dauerhaft nasses Substrat, Staunässe und mangelnde Durchlüftung des Wurzelbereichs.
Lösung: Wassergaben reduzieren, geschädigte Wurzeln entfernen und die Pflanze bei Bedarf in frisches, gut durchlässiges Substrat umtopfen.
Langsames Wachstum
Ursache: Zu wenig Licht, niedrige Temperaturen oder die natürliche Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanze.
Lösung: Während der Wachstumszeit einen sehr hellen, warmen Standort wählen und die Pflanze regelmäßig mit Wasser und Nährstoffen versorgen.
Spinnmilben
Ursache: Warme und sehr trockene Raumluft kann einen Befall mit Spinnmilben begünstigen.
Lösung: Blattunterseiten regelmäßig kontrollieren, befallene Pflanzen isolieren und frühzeitig geeignete Bekämpfungsmaßnahmen durchführen.
Schildläuse
Ursache: Schildläuse können sich besonders an Blattstielen und Blattunterseiten ansiedeln.
Lösung: Pflanze regelmäßig kontrollieren, bei Befall isolieren und geeignete Maßnahmen zur Bekämpfung ergreifen.
Häufige Fragen
FAQ
Wie pflegt man eine Königs-Strelitzie richtig?
Die Königs-Strelitzie benötigt sehr viel Licht, möglichst mehrere Stunden direkte Sonne und während der Wachstumszeit eine regelmäßige Wasser- und Nährstoffversorgung. Staunässe sollte vermieden werden. Eine helle, kühlere Winterruhe kann die Blütenbildung fördern.
Wann blüht Strelitzia reginae?
Die Königs-Strelitzie blüht unter geeigneten Bedingungen häufig vom Winter bis ins Frühjahr. Je nach Standort und Kultur kann sie auch zu anderen Jahreszeiten Blüten bilden. Junge Pflanzen benötigen oft vier bis sieben Jahre oder länger, bis sie erstmals blühen.
Warum blüht meine Strelitzie nicht?
Häufige Ursachen sind zu wenig Licht, eine noch zu junge Pflanze, ungünstige Überwinterungsbedingungen oder eine unzureichende Nährstoffversorgung. Besonders wichtig sind ein sehr heller Standort und ausreichend Geduld, da Strelitzien erst mit zunehmendem Alter blühfähig werden.
Kann die Königs-Strelitzie im Sommer draußen stehen?
Ja. Während der warmen Sommermonate kann sie hervorragend auf Terrasse oder Balkon stehen. Wichtig sind ein möglichst sonniger, windgeschützter Standort und eine langsame Gewöhnung an direkte Sonneneinstrahlung. Vor Frost muss die Pflanze wieder eingeräumt werden.
Ist Strelitzia reginae winterhart?
Nein. Die Königs-Strelitzie ist in Deutschland nicht winterhart und sollte frostfrei überwintert werden. Ein heller Winterstandort bei etwa 10 bis 15 °C ist günstig.
Wie oft muss eine Strelitzie gegossen werden?
Während der Wachstumszeit benötigt die Pflanze regelmäßig Wasser. Sobald die obere Erdschicht leicht angetrocknet ist, kann erneut gegossen werden. Im Winter bei kühleren Temperaturen benötigt sie deutlich weniger Wasser.
Was ist der Unterschied zwischen Strelitzia reginae und Strelitzia nicolai?
Strelitzia reginae bleibt vergleichsweise kompakt und entwickelt die typischen orange-blauen Paradiesvogelblüten. Strelitzia nicolai wächst wesentlich größer, kann einen stammartigen Wuchs entwickeln und bildet überwiegend weiße und dunkelblaue Blüten.
Ist die Königs-Strelitzie giftig für Katzen und Hunde?
Ja. Strelitzia reginae gilt insbesondere bei Aufnahme von Pflanzenteilen und Samen als gesundheitlich bedenklich. Bei Haustieren können nach dem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Die Pflanze sollte deshalb außerhalb ihrer Reichweite stehen.
Wie überwintert man eine Königs-Strelitzie?
Am besten überwintert sie an einem sehr hellen, frostfreien und möglichst kühlen Standort bei etwa 10 bis 15 °C. Während dieser Zeit wird deutlich sparsamer gegossen und nicht gedüngt. Ein dunkles Winterquartier ist ungeeignet.
Muss man eine Strelitzie regelmäßig umtopfen?
Nein. Die Pflanze wächst relativ langsam und kann mehrere Jahre im gleichen Topf bleiben. Umgetopft wird bei starker Durchwurzelung, wenn die Wurzeln das Gefäß stark ausfüllen oder die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen zunehmend schwierig wird.
Vermehrung
Strelitzia reginae vermehren
Durch Teilung älterer, kräftiger Pflanzen mit mehreren Trieben oder durch Aussaat. Die Teilung erfolgt möglichst im Frühjahr und sollte vorsichtig durchgeführt werden, da die fleischigen Wurzeln empfindlich auf Verletzungen reagieren. Sämlinge benötigen häufig mehrere Jahre bis zur ersten Blüte.
Persönliche Beratung
Fragen zur Pflanze?
Wir beraten Sie gerne persönlich zu Standort, Pflege, Umtopfen und Pflanzenschutz.
Blumencenter FrielingenMühlenweg 30
30826 Garbsen
Telefon: 05131 / 2352