Botanischer Überblick
Zamioculcas zamiifolia im Überblick
Zamioculcas zamiifolia, die Glücksfeder, ist eine besonders robuste und pflegeleichte Zimmerpflanze mit kräftigen, glänzend dunkelgrünen Blättern. Sie speichert Wasser in ihren verdickten unterirdischen Rhizomen und fleischigen Blattstielen und übersteht dadurch auch längere Trockenperioden. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit macht sie zu einer beliebten Pflanze für Wohnräume, Büros und weniger helle Standorte. Herkunft: Tropisches Ostafrika. Wuchs: Aufrecht, horstbildend und aus kräftigen unterirdischen Rhizomen austreibend.. Die Glücksfeder gehört zu den robustesten Zimmerpflanzen. Sie verträgt trockene Raumluft, unregelmäßiges Gießen und vergleichsweise wenig Licht. In den kräftigen unterirdischen Rhizomen kann sie Wasser speichern. Zu häufiges Gießen ist deshalb wesentlich problematischer als vorübergehende Trockenheit.
Standort und Licht
Hell bis halbschattig, verträgt aber auch schattigere Standorte. An einem hellen Platz wächst die Pflanze schneller und kompakter. Intensive direkte Mittagssonne vermeiden beziehungsweise die Pflanze langsam daran gewöhnen. Halbschattig
Gießen
Sparsam gießen und das Substrat zwischen den Wassergaben deutlich antrocknen lassen. Die kräftigen Rhizome speichern Wasser. Im Winter noch sparsamer gießen. Staunässe unbedingt vermeiden.
Erde und Umtopfen
Lockere, strukturstabile und gut durchlässige Grünpflanzenerde. Mineralische Bestandteile wie Perlite, Bims oder Blähton können den Wasserabzug verbessern. Etwa alle zwei bis drei Jahre oder wenn die kräftigen Rhizome den Topf vollständig ausfüllen. Im Frühjahr in ein etwas größeres, stabiles Gefäß mit gutem Wasserabzug umtopfen.
Düngen
Von Frühjahr bis Spätsommer etwa alle vier bis sechs Wochen schwach mit Grünpflanzendünger versorgen. Im Winter bei geringem Wachstum nicht oder nur sehr sparsam düngen.
Schnitt und Rankhilfe
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist nicht erforderlich. Gelbe, beschädigte oder abgestorbene Blätter können möglichst tief an der Basis entfernt werden.
Temperatur und Winter
Ideal etwa 18–25 °C, möglichst nicht dauerhaft unter 15 °C Ganzjährig warm als Zimmerpflanze kultivieren. Im Winter bei geringerem Lichtangebot sparsamer gießen und nicht düngen. Vor kalter Zugluft und niedrigen Temperaturen schützen.
Probleme erkennen
Typische Pflegeprobleme
Gelbe Blätter
Ursache: Sehr häufig zu viel Wasser oder dauerhaft feuchtes Substrat. Einzelne ältere Blätter können sich auch natürlicherweise verfärben.
Lösung: Substrat deutlich abtrocknen lassen und die Wassergaben reduzieren. Bei dauerhaft nasser Erde Wurzeln und Rhizome kontrollieren.
Weiche oder faulende Triebe
Ursache: Staunässe und daraus resultierende Wurzel- oder Rhizomfäule.
Lösung: Pflanze austopfen, faulende Wurzeln und Rhizomteile entfernen und in frisches, gut durchlässiges Substrat setzen. Anschließend deutlich sparsamer gießen.
Braune Blattspitzen
Ursache: Sehr trockener Wurzelballen über einen langen Zeitraum, Salzansammlungen im Substrat oder andere Standortbelastungen.
Lösung: Wasserversorgung überprüfen und beim Düngen eine Überdosierung vermeiden. Stark ausgetrocknete Pflanzen gründlich, aber ohne anschließende Staunässe wässern.
Sehr langsames Wachstum
Ursache: Wenig Licht, niedrige Temperaturen oder die natürliche langsame Wachstumsgeschwindigkeit der Pflanze.
Lösung: Bei Bedarf einen etwas helleren und warmen Standort wählen. Im Winter ist sehr langsames Wachstum normal.
Lange, auseinanderfallende Triebe
Ursache: Ein sehr dunkler Standort kann zu schwächerem und stärker zum Licht orientiertem Wachstum führen.
Lösung: Pflanze heller stellen und regelmäßig drehen, damit sie möglichst gleichmäßig wächst.
Wollläuse
Ursache: Wollläuse können sich an Blattansätzen und anderen geschützten Stellen der Pflanze ansiedeln.
Lösung: Pflanze regelmäßig kontrollieren, bei Befall von anderen Pflanzen isolieren und frühzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen.
Schildläuse
Ursache: Schildläuse können sich insbesondere entlang der Blattstiele und auf den Blattunterseiten ansiedeln.
Lösung: Blätter und Blattstiele regelmäßig kontrollieren und bei einem Befall frühzeitig geeignete Maßnahmen ergreifen.
Häufige Fragen
FAQ
Ist Zamioculcas zamiifolia pflegeleicht?
Ja. Die Glücksfeder gehört zu den pflegeleichtesten Zimmerpflanzen. Sie verträgt längere Trockenperioden, trockene Raumluft und auch weniger helle Standorte. Der häufigste Pflegefehler ist zu viel Wasser.
Wie oft muss eine Glücksfeder gegossen werden?
Nur sparsam. Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben deutlich antrocknen. Die Pflanze speichert Wasser in ihren kräftigen Rhizomen und kommt deshalb wesentlich besser mit Trockenheit als mit dauerhaft feuchter Erde zurecht.
Kann eine Zamioculcas im Schatten stehen?
Ja. Die Glücksfeder kommt mit vergleichsweise wenig Licht zurecht und eignet sich deshalb auch für weniger helle Räume. An einem helleren Standort wächst sie jedoch schneller und meist kräftiger.
Warum bekommt die Glücksfeder gelbe Blätter?
Einzelne ältere Blätter können sich natürlicherweise gelb verfärben. Werden mehrere Blätter gleichzeitig gelb, ist häufig zu viel Wasser beziehungsweise Staunässe die Ursache.
Ist Zamioculcas zamiifolia giftig?
Ja. Wie viele Aronstabgewächse enthält die Glücksfeder reizende Calciumoxalat-Kristalle. Pflanzenteile sollten nicht verzehrt werden und Pflanzensaft kann Haut und Schleimhäute reizen.
Ist die Glücksfeder für Haustiere geeignet?
Nein. Katzen, Hunde und andere Haustiere sollten die Pflanze nicht anknabbern. Pflanzenteile können insbesondere Reizungen im Maul sowie Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
Kann eine Glücksfeder blühen?
Ja. Ältere und gut etablierte Pflanzen können einen für Aronstabgewächse typischen kolbenförmigen Blütenstand entwickeln. Die Blüten sind jedoch relativ unscheinbar und der wichtigste Zierwert liegt im attraktiven Laub.
Warum wächst meine Zamioculcas so langsam?
Die Glücksfeder wächst von Natur aus eher langsam. An dunklen Standorten und während der lichtarmen Wintermonate verlangsamt sich das Wachstum zusätzlich. Neue Triebe erscheinen häufig schubweise.
Vermehrung
Zamioculcas zamiifolia vermehren
Durch Teilung der Rhizome beim Umtopfen oder durch Blatt- beziehungsweise Blattteilstecklinge. Die Vermehrung über Blätter funktioniert zuverlässig, benötigt jedoch viel Geduld.
Persönliche Beratung
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